Mittwoch, 9. Juli 2014

Finale - 3 Seen Teil 2 – 31 Grad – Ein goldener Hecht

Na, das war ja eine Überraschung gestern Abend. Die Hotelbar stand Kopf und wir auch. 7:1 Unfassbar. Mal sehen wer heute unser Gegner wird. Meine Sympathien sind für die Niederlande. Logisch, als Öscher Jong.

Der heutige Tag war einfach Hammer. Sonne pur, 31 Grad und als Resultat ein leichter Sonnenbrand. Gila war letztes Jahr mit ein paar Freundinnen in Lenz am Plauer See. Dort wollten wir heute hin. Plau ist die Stadt der 3 Türme (Burgturm, St. Marien, Leuchtturm), hat eine malerische Altstadt und befindet sich direkt am Westufer des Plauer Sees.

Interessant war die Hebebrücke über die Elder. Wenn sie gehoben wird, ist die Durchfahrt durch die Stadt ca. 15 Min. gesperrt. Stau in Plau!

Altstadt Plau

Die Hebebrücke über der Elder

Schönes Plau am See



Auch hier haben wir eine Fahrt über den Plauer See, Petersdorfer See und Malchow See gemacht. Immer wieder schön die engen Verbindungskanäle zwischen den Seen. Der Plauer See ist der drittgrösste See in Deutschland. Der Malchower See hat seinen Namen von der Stadt Malchow, bekannt durch die „Drehbrück“ und das alte Kloster gegenüber der Stadt.

Wasserverkehrsregeln

Das Kloster von Malchow

Der Plauer Leuchturm


Den Abschluss des Nachmittags war ein Besuch um Müritzeum. Der goldene Hecht lässt grüssen.



Die niedliche Sumpfschildkröte

Das isser: Der goldene Hecht


Jetzt geht es wieder in die Hotelbar. Messi gegen Robben!

Dienstag, 8. Juli 2014

3 Seen – 2 Wetterlagen – 1 Schiff




Der heutige Tag fing mit Nieselregen an. Trotzdem zuviel Regen um etwas draussen zu unternehmen. Also war die Tageslosung: das Müritzeum besuchen. Gesagt getan, ab nach Waren. Leider hatten sich das wohl auch alle Touris der Mecklenburgischen Seenplatte als Alternativprogramm vorgenommen. Alle Parkplätze überfüllt. No Chance. Wir haben dann dieses Programm aufgegeben und im Stadthafen in der Altstadt noch einen Parkplatz gefunden, als der Himmel sich öffnete, Blitz und Donner herunterkamen und es ca. 90 Minuten nur geschüttet hat. Gott sei Dank haben wir es noch in eine (tolle) Eisdiele geschafft.

Schietwetter an der Müritz


Dann war der Spuk vorbei. Die Sonne kam wieder raus und 30 Grad wurden erreicht. Das gute Wetter haben wir für eine 3 Seen Fahrt mit der Europa genutzt: Müritz-Elde-Kölpinsee mit Fahrt über die verbindenden Kanäle. Die Fahrt dauerte 2 Stunden. Dann kippte das Wetter wieder und ein erneutes Gewitter mit viel Regen zog auf.


Fahrt mit eingezogenem Mast, Führerhaus und Schornstein unter der Eldebrücke

Fahren und rasten ohne Motorführerschein


Kanal in Richtung Kölpinsee

Waren Kirchen

Kleines Bad in der Sonne

Noch eine Vogelfamilie, diesmal etwas größer
Im Hotel fiel teilweise das Fernsehen aus. Hoffentlich nicht zum Halbfinale, das in 2 Stunden beginnt.

Public Viewing in der Hotelbar. Mit Daumendrücken.



Montag, 7. Juli 2014

Müritz – Mecklenburgische Seenplatte




Es wurde mal wieder Zeit für einen Kurzurlaub. Diesmal soll es die Müritz sein mit ihren Seen und kleinen Orten.

Wir sind gegen 11 Uhr in Reinbek losgefahren. Die gut 200km bis Röbel/Müritz waren kein Problem. Noch kein Ferienverkehr auf der A24 und A19. Das Wetter war – na ja. Wir kamen in leichtem Regen an im Hotel. Allerdings kam die Sonne raus als wir uns einen Kaffee auf der Hotelterrasse genehmigten. Das Strandhotel Müritz liegt ca. 100m vom Ufer des Müritzsees entfernt, mit einem eigenen Badestrand, der allerdings noch überwiegend von Enten und Gänsen bewohnt war und entsprechend aussah. Na ja, die Saison beginnt am nächsten Wochenende. Dann werden die Spuren wohl beseitigt sein. Ansonsten ne sehr schöne Ecke. Mit einem alten Anlegehafen, wohl noch aus Zeiten der DDR, denn er kann nicht benutzt werden, da alle Anlegestellen verfallen waren. Die Bilder sprechen eine deutliche Sprache.


Müritz Strandhotel

Das andere Ufer

Familie Ente - eine von vielen

Anleger - war mal

Wir sind dann am späten Nachmittag nach Waren gefahren. Die Stadt (21000 Einwohner) ist ein sehr schönes touristisches Zentrum an der Müritz und bekannt durch das Müritzeum, Europas grösstem Süsswasser Aquarium. Im Hafen lag die Gretha van Holland, einem kleinen Kreuzfahrtschiff für 24 (!)  Personen und deren Fahrräder, welches immer 7 Tage auf der Mecklenburgischen Seenplatte kreuzt. Ich habe mal eine Doku über dieses Schiff auf dem NDR gesehen und mir auch schon überlegt, so etwas auch mal zu machen. Sail & Bike nennt sich das Programm.

Das Müritzeum

Die Dampfmaschine von Waren

Der kleine Kreuzfahrer



Der Müritzsee bei Waren

Die Warener Altstadt

Vielleicht sehen wir ihn auch in Natur


Nach einem guten argentinischen Steak und einem Lübzer Pils gings wieder in Richtung Röbel, wo wir noch einen Schwachower Obstler genossen habe.

Montag, 9. Juni 2014

Flug über die Elbe nach Helgoland



Ein Flug über die Elbe nach Helgoland

So langsam finde ich die Zeit, mich hier im Norden umzusehen. Wie immer wurde die Idee geboren als ich eine Dokumentation des NDR über Helgoland gesehen habe. Dort war ich noch nicht und wollte mal hin. Allerdings nicht für mehrere Tage, sondern einfach mal reinschnuppern und mich umsehen.

Die früher bestehende Schiffsverbindung von Hamburg nach Helgoland und zurück besteht nicht mehr und verlangte auch ein sehr frühes Auslaufen ab Hamburg und eine sehr späte Ankunft.

Doch es gibt eine tolle Alternative: Mit dem Katamaran HALUNDER JET direkt von den Landungsbrücken in St. Pauli via Cuxhaven nach Helgoland. Und das in nur 3 Stunden!

Die FRS Helgoline betreibt die Strecke, die zwischen April und November täglich bedient wird.

Die Abfahrt ist um 9 Uhr, Ankunft auf Helgoland gegen 12.30, Abfahrt um 16.45 und Ankunft in Hamburg gegen 20.20 Uhr. Genau das Richtige für 'nen gemütlichen Rentner.

Also Online Buchung für die Comfort Class gemacht und Plätze reserviert.

Am 5. Juni startete das Abenteuer um 8 Uhr mit der S-Bahn in HH-Bergedorf. Nach 30 Minuten waren wir an den Landungsbrücken und der Katamaran wartete bereits. Leider war das typische Hamburger Schietwetter. Es regnete in Strömen.

Der Halunder Jet an der Landungsbrücke 3/4


Der Katamaran bietet 579 Passagieren Platz und war bis auf die Plätze, die in Cuxhaven belegt wurden, ausgebucht. Die Comfort Class mit ihren 76 Plätzen bietet den Lomfor, den man auch erwartet: Frischer Kaffee, Softdrinks, Obst vom Buffet. Wir hatten 2 Plätze am Fenster auf der Steuerbord Seite (rechts) und pünktlich um 9 Uhr gings los.

Vorbei am Kreuzfahrt Terminal Altona, dem Museumshafen Övelgönne, der Teufelsbrück und Blankenese alles im gemächlichen Tempo von 15 Knoten. Noch weit vom Fliegen entfernt.

Blankenese

Das Kreuzfahrt Terminal Altona

Die Fischmarkt Halle


Der Museumshafen Övelgönne und das Augustinum

Ein bisschen Rot im Regen


Nach dem Willkomm Höft, der berühmten Schiffsbegrüßungsanlage in Wedel wurde dann Fahrt aufgenommen und man hatte das Gefühl, dass die Schiffe, die Richtung Nordsee unterwegs waren, sich nicht bewegten, so schnell waren wir.


Die Reise bis Cuxhaven dauerte 2 Stunden, das Wetter war immer noch schietig, aber die Fahrt war spannend und hochinteressant.

Vorbei an den Elbmarschen, dem Alten Land, den Mündungen der Pinnau und der Krückau, Stade, dem AKW Brockdorf und Brunsbüttel, dem Nord-Ostsee Kanal bis zur Einfahrt in den Hafen Cuxhaven. Die Elbmündung und die offene Nordsee in Reichweite und – wie nicht anders zu erwarten – das Wetter wurde besser und die Sonne schien.

Das Leuchthaus von Jülssand

AKW Brockdorf - Ziel unzähliger Proteste

Kurz vor dem Nord-Ostsee Kanal


Nachdem die Passagiere in Cuxhaven ihre Plätze eingenommen hatten wurden die 9500 PS gezündet und es ging mit fast 70 km/H gen Helgoland. Spannend war der Schiffsparkplatz „Elbe Reede“ ca. 20 km vor Helgoland. Hier ankern zeitweise viele Schiffe, um auf Ladung zu warten oder um optimale Hafenliegezeiten abzupassen, die sonst sehr teuer werden können.


Der Vorteil der Katamaran Reise liegt auch darin, dass das Schiff im Helgoländer Südhafen anlegt und ein Ausbooten mit den Börtebooten nicht notwendig ist. Dies kommt der Aufenthaltsdauer auf Helgoland zu Gute.

Unter blauem Himmel und Sonnenschein sind wir dann vom Südhafen zum Zentrum des Unterlandes gelaufen, vorbei an den bunten Hummerbuden und hunderten von Duty Free Shops. Parfüms, Whisky und Zigaretten sind der Touristenrenner.

Mit dem Aufzug gings hinauf ins Oberland und meine bessere Hälfte und ich sind den Klippenrandweg gelaufen, der einen traumhaften Blick über die Insel, den roten Klippen und der vorgelagerten weissen Düne bietet.

Der Hauptaugenmerk ist die lange Anna an der Nordspitze der Insel. Diese 47 Meter hohe Felsnadel ist Brut- und Nistplatz für mehr als 5000 Vogelpaare. Lummen, Basstölpel und Dreizehenmöven sind hier zu Hause. Auf dem Weg haben wir Halt gemacht und wurden von einer Dreizehenmöve beobachtet, die vollkommen ohne Furcht und Angst mich bis auf weniger als einen Meter heranliess. Cool. Birds are Friends forever.



Halunder Jet im Südhafen

Hummerbuden

Die roten Kliffs mit der langen Anna


Dreizehenmöve







Wir hatten noch Zeit für den obligatorischen Kaffee und Kuchen, den Kauf von Parfüm und Zigaretten und sind dann ohne Stress und unter blauem Himmel wieder zum Katamaran zurück. Mit freudiger Erwartung für die Rückfahrt.


Bis Cuxhaven haben wir wieder mehrere Seebäderschiffe überholt, die für die Strecke Helgoland Cuxhaven ca. 2 Stunden brauchen und wir nur 60 Minuten. In Cuxhaven leerte sich der Katamaran und wir haben Plätze in der vordersten Reihe eingenommen und die Rückfahrt über die Elbe genossen.

Eine traumhafte Fahrt die Elbe herunter. Viele grosse Containerschiffe von CMA CGA, kleinere Segelboote. An allen sind wir vorbeigeflogen, bis wir wieder unsere Geschwindigkeit auf Ortsverkehr reduzieren mussten. Hamburg lag jetzt auch im Abendsonnenschein, die Elbphilharmonie glänze und lässt erahnen, wie schön und wie teuer sie mal sein wird, wenn sie denn fertig gestellt ist.

Zum Ende der reise sind wir neben der GRAND DAHLIA gefahren, einem grossen Schiff, das mit Autos beladen wird und wie ein unheimlicher Koloss und Bunker wirkt.

Container Riesen


Vehicle Vessel - Grand Dahlia




Erinnerungen an einen schönen Tag


Pünktlich um 20.20 Uhr haben wir an den Landungsbrücken angelegt und ein schöner, unvergessener Tag ging zu Ende.