Sonntag, 10. Februar 2013

So weit die Füsse tragen oder Verlaufen am Strand

-->
Sonntag, 10. Februar 2013

So weit die Füsse tragen oder Verlaufen am Strand

Irgendwann gestern abend hat es aufgehört zu schneien. Heute morgen empfing uns blauer Himmel und Sonnenschein. Es gab ein spätes Frühstück (für meine Verhältnisse) und dann ging es rauf auf den Deich, der die Nordsee vom Veerse Meer trennt. 3,5 km in Richtung Vrouwenpolder, parallel zum Oost-Westweg. Hunderte von Menschen waren auf dem breiten Strandareal unterwegs, wie Ameisenhorden, alle das schöne Wetter geniessend.

Nach einer Tasse Kaffee bzw. einer heissen Schokolade haben wir uns wieder auf den Rückweg gemacht, diesmal allerdings über den Strand. Schnee und Sand! Wir waren begeistert und merkten nicht dass ein mit Wasser gefüllter Priel uns vom "sicheren" Strand abschnitt. Wir waren nicht die einzigen, die sich von dem schönen Wetter und der ungewohnten Kombination von Sand und Schnee haben leiten lassen. Nach ca. 1500m merkten wir, dass der Priel auf Grund der kommenden Flut bereits mit dem offenen Meer verbunden war und wir wieder den ganzen Weg zurückgehen, den Priel quasi umgehen um wieder an den Ausgangspunkt anzukommen. Das Laufen durch den Sand und Schnee war anstrengend. Trotzdem mussten wir die 3,5 km Rückweg zum Hotel durchstehen. Mal sehen, ob uns morgen auch der Sinn nach einem ausgedehnten Spaziergang steht.

Ein sportlicher Tag.

Abends sind wir nach Westkapelle ins ZEEZOT gefahren. Beste Küche, sehr gutes Ambiente. Jedem Besucher von Oostkapelle, Westkapelle, Zoutelande nur zu empfehlen.

Gila - Snow Woman

Wasser, Sand und Schnee

Richtung Oosterscheldekering

Sand und Schnee

Blick in Richtung Oranjezon

Noch kein Beach Volleyball

Samstag, 9. Februar 2013

Vom Regen in die Traufe - so schön kann Karnevalssamstag sein



Samstag, 9. Februar 2013


Vom "Regen in die Traufe" - so schön kann Karnevalssamstag sein.

Am frühen Morgen hat es angefangen zu schneien, ohne Unterbrechung. Aachen Brand ist unter einer weissen Decke begraben. Gott sei Dank sind die Strassen frei, die Temperatur liegt um den Gefrierpunkt.

Gila hat unsere Siebensachen gepackt u d gegen 11 Uhr fahren wir los an die niederländische Nordseeküste, zur Provinz Zeeland. Diesmal ist Vrouwenpolder unser Ziel, das Amadore Kamperland.

Die Fahrt über Lüttich, Hasselt in Richtung Antwerpen bereitet keinerlei Schwierigkeiten. Kurz vor Antwerpen kamen ein paar kräftige Schneeschauer auf, die durch Sonnenschein in Antwerpen und bis zur Küste abgelöst wurden. Trockenes Wetter und blauer Himmel! Die meisten Autokennzeichen hier sind aus Aachen oder NRW, alles Karnevalsflüchtlinge.

Da wir unser Hotelzimmer erst um 15 Uhr beziehen können, fahren wir nach Westkapelle in unser Lieblingsstrandcafe "Scheldezicht". Ein Urlaub in Holland, und wenn er noch so kurz ist, muss mit Poffertjes und Bitterballen eingeläutet werden.

Westkapelle mit Blick in Richtung Zoutelande

Gila vor "Scheldezicht"

Nordseestimmung I

Nordseestimmung II


 Kurz nach 15 Uhr waren wir im Hotel und es fing an zu schneien. Innerhalb kürzester Zeit war alles weiss. Ein Traum - und "Vom Regen in die Traufe".

Gila und ich sind zum Abendessen durch den Schnee nach "De Banjaard" gewandert und ich habe nach der Rückkehr noch eine Stunde Schneespaziergang drangehängt.

Mal sehen, wie lange das Wintermärchen anhält.

Amadore de Kamperduinen
De Banjaard - mit iPHONE Blitz

De Banjaard - ohne Blitz

20.30 Uhr - seit 5 einhalb Stunden schneit es

Snow Man

Dienstag, 22. Januar 2013

Der Winterspaziergang


Montag, 21.1.2012


Winterspaziergang

Nach dem Eisregen gestern im Aachener Gebiet, war heute wieder alles im „weissen“ Bereich.

Zeit und Muße, um den Brander Wald im Schnee zu erleben und zu geniessen. Ich mache diesen Spaziergang regelmässig und – je nach Lust und Laune – entweder die Panzerrunde oder die kurze Runde. Beide sind sehr schön, insbesondere bei Winterwetter. (vergleiche auch den Post "Rund um Aachen - Teil 1")

Hier ist die Route:



Die gelbe Route führt von der Heidestraße in Brand über die Hermann-Löns-Strasse auf die Eilendorfer Strasse. Von dort aus geht es in das kleine Industriegebiet „Im Ginster“ und auf den Sebastianusweg. Wenn der Sebastianusweg links in Richtung Stolberg Münsterbusch abbiegt gehen wir weiter geradeaus auf den Brander Wald und den ehemaligen Truppenübungsplatz zu. An der Stelle mit dem NIX Zeichen gehen wir entweder geradeaus auf die Panzerrunde oder biegen rechts ab und gehen direkt auf den Bauerhnhof Vondenbusch zu. Dies ist eine Abkürzung. Beide Wege treffen sich wieder an der grossen Schutzmauer des ehemaligen Übungsplatzes. Vorbei am Hofladen der Familie Vondenbusch über den Freunder Heideweg (Theater Aachen Brand), der Buschstrasse bis zur Eilendorfer Strasse. Über den Brander Friedhof geht es wieder zurück.

Die gesamte Runde ist 6.670m (Panzerrunde) bzw. 5.450m lang.

Es gibt ein kleines Gedicht über den 'Brander Bösch' im Winter von Wilma Henn

Wenkter en dr Bösch

Schniibedeckt send Fecht un Tanne,
Iiszappe an de Strücher hange,
feierlich es de Natur.

Et schleet jeng Jlock, et schleet jeng Uhr,
Haas en dr Wald, deet sich versteiche,
va Schniilaas meniche Aas moss breiche.

Je Vöjjelflöte es ze hüre,
nüüß, wat de Natur kööt stüre.
Hee kann dr Mensch neu Kräfte tanke
un andächtich oser Herrjott danke.

Wilma Henn
Februar 2009

Quelle: http://www.bürgerverein-brand.de

Hier die Übersetzung:

Winter im Wald

Schneebedeckt sind Fichte und Tanne
Eiszapfen an den Sträuchern hängen
feierlich ist die Natur.

Es schlägt keine Glocke, es schlägt keine Uhr
Der Hasse im Wald tut sich verstecken
mancher Ast bricht unter der Schneelast.

Kein Vogelgezwitscher ist zu hören
nichts, was die Natur würde stören.
Hier kann der Mensch neue Kräfte tanken
und andächtig unserem Herrgott danken.

Ein paar Impressionen:








Mittwoch, 26. September 2012

Rund um Aachen Teil 3

Die Heimat entdecken – Das Wurmtal zwischen Herzogenrath-Kohlscheid und Herzogenrath (nördliches Wurmtal)

Von Kohlscheid aus in Richtung Würselen-Bardenberg wird das Wurmtal durch die K1 (Oststrasse) geteilt in das südliche Wurmtal und das nördliche Wurmtal.

Nachdem ich im letzten Blog einen Spaziergang im südlichen Wurmtal beschrieben habe ist heute das nördliche Wurmtal dran. Diese Runde ist etwas länger und auch etwas anspruchsvoller. Bei schönem Wetter trotzdem eine klasse Empfehlung für den Samstag- oder Sonntag Nachmittag.

Die gesamte Strecke ist etwas über 6 km lang.

Ausgangspunkt ist der Parkplatz "Wurmtal" an der Oststrasse unterhalb von Burg Wilhelmstein. Von dort geht es ein kurzes Stück die Oststrasse in Richtung Bardenberg und dann linker Hand in die "Alte Fuhrt". Dies ist die sogenannte "Karbonroute". 

Der Weg führt am Entenweiher vorbei zur alten Grube Furth. 


Entenweiher oder "Entepuhl"

Erinnerungen an die Grubentätigkeit im Aachener Steinkohlerevier

Wir halten uns rechts auf das "Fährloch" und erreichen nach ein paar hundert Metern die Wurmbrücke. Hier kann man entweder links oder rechts der Wurm gehen. 
Ehemaliges Grubenpferd????

Die Wurmbrücke
Malerische Wurm

Wurmnixe

Wasser und Holz in der Spätnachmittagssonne

Wurmimpression
Reste des Westwalls

Wir gehen über die Brücke auf die linke Wurmseite und wandern auf einem sehr guten Weg entlang der Bahnlinie von Aachen nach Mönchengladbach. Irgendwann erreichen wir "Hells-Path". Dies ist eine enge Tunnelunterführung unter der Bahnlinie, die zum Ortsteil Straß führt. Gegenüber dem Tunnel ist ein Hundeübungsplatz. 
Hells-Path

Es geht weiter bis zur Eisenbahnüberführung und dort rechts runter wieder ins Wurmtal.
Überall gehts lang
 Der Weg führt uns an der Streuobstwiese vorbei, über die Wurm, an der Pferdewiese (NICHT FÜTTERN) vorbei, dann rechts zum Pilz. 
Laut Gatterschild ist es bereits 34 Jahre alt!

Von hier aus hat man einen sehr schönen Blick über das Tal und wenn man will, kann man sich was ausruhen.

Der Weg führt ca. 500m weiter und wir halten uns links. 

Durch ein schönes Waldstück geht es zum Ortsteil Pley dort wo die mächtige, 250 Jahre alte Pappel und die Kapelle des Hl. Antonius von Padua uns begrüßt. 

Die Kapelle in Pley
In Pley sind alte Bauernhöfe, die unter Denkmalschutz stehen, zu bewundern. Am Ende von Pley kommen wir auf den Kreisverkehr mit dem Knappen-Denkmal. Wir sind wieder auf der Oststrasse, die wir jetzt nach rechts in Richtung Kohlscheid hinuntergehen. Nach ca. 400m sind wir wieder auf dem Parkplatz angekommen, dem Ausgangspunkt unseres Spazierganges.

Der Weg lohnt sich in jedem Fall. Interessante Orte (Grube, Pley, Hells-Path), schöne Landschaft und die beschauliche Wurm.

Ach ja, noch ein abschliessendes Wort zur Wurm. In meiner Kindheit war die Wurm eine schlammige und äußerst übel riechende Angelegenheit, da die ungeklärten Abwässer Aachens und anderer deutscher und niederländischer Gemeinden in den Fluss geleitet wurden. Auch Grubenwässer und Abwässer aus Kohlewäschen wurden eingeleitet. Es stank manchmal zum Himmel.

Heute ist die Wurm wieder klar und angeblich sind unter anderem wieder Aal, Hecht und Barsch dort anzutreffen. Das Ende des Bergbaus im Aachener Land hat somit zur Gesundung der Natur beigetragen.

Bis zum nächsten Mal.


Dienstag, 25. September 2012

Rund um Aachen - Teil 2

Die Heimat entdecken – Das Wurmtal zwischen Würselen-Bardenberg und Herzogenrath-Kohlscheid (südliches Wurmtal)

Informationen aus Wikipedia.

Dort steht unter „Wurm (Rur)“

Die Wurm (niederl. Worm) ist ein 53 Kilometer langer Nebenfluss der Rur in der Euregio Maas-Rhein. Sie ist namensgebend für das ehemalige Wurmrevier, welches einen Teil des Aachener Steinkohlenreviers ausmachte. 


Über den Steinkohlebergbau in meiner Heimatstadt Herzogenrath-Kohlscheid habe ich meine Jahresarbeit für die Mittlere Reife an der Aachener David-Hansemann-Schule geschrieben (1964).

Von Kohlscheid aus in Richtung Würselen-Bardenberg wird das Wurmtal durch die K1 (Oststrasse) geteilt in das südliche Wurmtal und das nördliche Wurmtal.

Dieser Blog-Eintrag handelt vom Südlichen Wurmtal. Ein ca. 1-stündiger Spaziergang, der vom Parkplatz des Restaurants „Alte Mühle“ (Würselen-Bardenberg) rechts in Richtung Fischteiche Knopp, dann vorbei am Stollenmundloch der ehemaligen Grube Gouley (Steinkohle) und weiter in Richtung Pumpermühle führt. Dort wird die Wurm überquert und es geht zurück zum Ausgangspunkt des Sapzierganges.

1989 wurde das Wurmtal bereits als Naturschutzgebiet ausgewiesen. 

Ein entspannter Spaziergang durch eine schöne Landschaft. Genau das Richtige für einen Sonntagnachmittag.

Am Restaurant "Alte Mühle" geht es los. Blick in Richtung Knopp

Knopp

Das Stollenmundloch der Grube Gouley bei Knopp

Blick auf Pumpermühle

Wurmtal bei Pumpermühle

Schöne Wege in Richtung Kohlscheid

Maisfeld

Die Wurm am Parkplatz "Alte Mühle"

Erinnerung an die Zeit des Bergbaus auf dem Parkplatz "Alte Mühle"

Montag, 24. September 2012

Rund um Aachen - Teil 1

Die Heimat entdecken – Der Brander Wald

Es müssen nicht immer die grossen Reisen sein, um einen Blogeintrag zu erstellen. Das Gute liegt ganz in der Nähe. Quasi vor der Haustüre. So auch in diesem Fall!

Wir wohnen bereits seit 2003 im Aachener Stadtteil Brand und ich muss zugeben, dass ich die wirklich schönen Ecken dieses Stadtteils erst jetzt, in diesem Sommer, entdeckt habe. 

Natürlich kennt man den Vennbahnweg, der in ca. 200m Entfernung von unserer Wohnung vorbeigeht. Den hat man schon oft spazierengehenderweise geniessen können. Obwohl – Spazieren auf dem Vennbahnweg bedeuted Stress pur – es sei denn man ist bei Regen oder im Winter unterwegs. Ansonsten ist man als Fussgänger seines Lebens nicht immer sicher. Zu viele Fahrradfahrer, zu viele Tour de France Fans, zu viele Skater. 

Aber es gibt auch andere Ecken hier, die ein Besuch lohnt. 

So zum Beispiel: der Brander Wald. 

Ein Waldgebiet, das sich zwischen Brand und Stolberg-Büsbach befindet und sehr schöne Landschaften, interessante Ecken, tolle und gut ausgebaute Wege bietet …. und … ein grosser Teil ist ein ehemaliger Truppenübungsplatz. Es ist bekannt, dass die Natur in solchen militärischen Sicherheitsgebieten nahezu ungestört entfalten kann. 

So auch hier! 

Spannend sind auch die Überbleibsel der militärischen Übungen, die man einfach dort „vergessen“ hat. Sehr zur Freude von Kids, Wanderern und vielleicht auch Leuten, die von Militärresten begeistert sind. 

Da ist Toleranz gefordert!

Im Hintergrund militärisches Blech

Schilf und kleine Tümpel


Kunst (??) und Natur

Der Herbst steht vor der Türe


Beschauliche Plätze...

... im Brander Wald


Erinnerungen an die militärische Nutzung I

Erinnerungen an die militärische Nutzung II


Erinnerungen an die militärische Nutzung III